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16. DAKAR-SIEG IN FOLGE – SAM SUNDERLAND FÜHRT KTM-PODIUM

Carola Kressl - 16.01.2017 Sport

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Mit einem reinen KTM-Podium und dem sechzehnten Sieg in Folge bei der Rallye Dakar setzt KTM die Dominanz bei der härtesten Rally der Welt fort. Am vergangenen Samstag beendeten der britische Red Bull KTM-Werksfahrer Sam Sunderland und sein österreichischer Teamkollege Matthias Walkner die Ausgabe 2017 mit einem Doppelsieg. Gerard Farres Guell aus Spanien komplettierte das KTM-Podium.

Bei dem als härtesten und unvorhersehbarsten bekannten Rennen der Welt, was der diesjährige Rennverlauf einmal mehr bestätigte, belegten Sunderland und Walkner nicht nur die ersten beiden Plätze, sondern erreichten auch ihr Hauptziel, die 12 Etappen umfassende Rally zum ersten Mal zu beenden. Beide waren in den vergangenen Jahren durch Verletzungen und Krankheiten zur Aufgabe gezwungen worden. 

Sunderland, der als erster britischer Rennfahrer überhaupt eine Klasse bei der Dakar gewinnt, ging auf seiner KTM 450 RALLY mit einem Vorsprung von 33 Minuten in die letzte gezeitete und 64 km umfassende Sonderprüfung. Der 27-Jährige, der die Dakar seit Etappe 5 anführte, behielt die Nerven und fuhr nach fast 9.000 km durch Paraguay, Bolivien und Argentinien den Sieg ein, nachdem er am besten mit den unglaublich herausfordernden Bedingungen und der schwierigen Navigation zurechtkam. Sunderlands österreichischer Teamkollege Walkner stand in den letzten Etappen unter zunehmendem Druck von KTM-Pilot Gerard Farres Guell, der die Dakar als Dritter vor Adrien Van Beveren, dem Sieger der letzten Etappe, beendete. 

Die schwere Verletzung von Vorjahressieger Toby Price während der vierten Etappe, bedeutete für das gesamte Red Bull KTM Rally Factory Racing Team allerdings auch einen drastischen Rückschlag. Nach erfolgreicher Operation in La Paz, Bolivien, ist der australische Wüstenchampion bereits in seine Heimat zurückgekehrt, will aber bereits in vier Monaten wieder auf seiner KTM 450 RALLY sitzen. 

Sunderland: „Als ich die Ziellinie überquerte, haben mich meine Emotionen überwältigt. In den letzten sechs Tagen lag eine große Last auf meinen Schultern. Jetzt fühlt es sich einfach nur unglaublich an. Ich muss mich bei meinem Team bedanken, das Bike war von Anfang bis Ende einfach nur perfekt. Als Toby (Price) das Rennen aufgeben musste, war das ein schwerer Schlag für das Team, denn er ist ein guter Freund. Die starke Bindung, die wir in unserem Team haben, hat uns geholfen, am gleichen Strang zu ziehen, um etwas Besonderes zu erreichen. Es gibt viele schnelle Fahrer, die das Potenzial haben, dieses Rennen zu gewinnen; ich denke, Fehler zu vermeiden, war diesmal der Schlüssel zum Erfolg.“ 

Walkner: „Das war wirklich eine anstrengende Dakar, deshalb ist es ein umso großartigeres Gefühl, in Buenos Aires auf dem Podium zu stehen. Ich hatte ein hartes letztes Jahr, jetzt hier zu stehen, ist wie ein wahrgewordener Traum. Den schwierigsten Moment hatte ich während Etappe 10, da bestand die Möglichkeit, dass sich meine Position ändert. Vor der Etappe habe ich mir das Roadbook ganz genau angeschaut, um mir hoffentlich einen Vorteil zu erarbeiten. Das hat sich glücklicherweise ausgezahlt und es fühlt sich gut an, so belohnt zu werden.“ 

Die spanische KTM-Werksfahrerin Laia Sanz, die bei der Dakar eine sehr erfolgreiche zweite Woche erlebte, nachdem sie in der ersten Zeit verloren hatte, beendete die Rallye Dakar auf einem beeindruckenden Gesamtrang 16, nur einen Platz hinter ihrem vor der Dakar ausgegebenen Ziel, sich am Ende unter den Top 15 zu platzieren. Die fünffache Women´s Enduro Weltmeisterin ist die weltweit beste Rallypilotin. 

Alex Doringer (KTM-Rally-Teammanager): „Die Dakar, unter den gegebenen Wetterbedingungen, mit massivem Regen und Schlamm, war für das Team aus logistischer Sicht sehr schwierig. Auch für die Fahrer, denke ich, war es eine etwas andere Dakar. Es gab nicht so viele Sonderprüfungskilometer, aber dennoch war es physisch und mental anstrengend. Sam hat einen fantastischen Job gemacht und war sehr konstant; das Gleiche gilt auch für Matthias.“ Auch Sanz´ Leistung zollte Doringer Respekt: „Was diese Frau leistet, ist unglaublich.“

Ergebnis Etappe 12 Dakar 2017 
Río Cuarto - Buenos Aires: 64 km gezeitet, 786 km gesamt 
1. Adrien Van Beveren (FRA), Yamaha, 30:29 min 
2. Gerard Farres Guell (ESP), KTM, +00 sec 
3. Joan Barreda (ESP), Honda, +18 
4. Matthias Walkner (AUT), KTM, +33 
5. Paulo Goncalves (POR), Honda, +1:25 min 
Weitere KTM 
6. Sam Sunderland (GBR), KTM, +1:42 
7. Diego Martin Duplessis (ARG), KTM, +2:16 
8. Juan Carlos Salvatierra (BOL), KTM, +3:00 
11. Laia Sanz (ESP), KTM, +3:08

Endergebnis Dakar 2017 nach 12 von 12 Etappen
1. Sunderland, 32:06:22 h 
2. Walkner, +32:00 min (5 min Zeitstrafe) 
3. Farres Guell, +35:40 
4. Van Beveren, +36:28 (1 min Zeitstrafe) 
5. Barreda, +43:08 (58:01 min Zeitstrafe) 
Weitere KTM 
16. Sanz, +3:01:54 h 

 

Publikation:
Carola Kreßl
KTM Österreich GmbH
Tags: dakar, ktm