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Das leiwande Österreich. MotorradmagazinStürzen ist Schande

Aufgepasst: Strengere Verkehrsstrafen und Mopedführerscheinreform

ArchivImport - 16.04.2009 Archiv

70 Euro für Tempoüberschreitungen, ausländische Raser bis nach Hause zu verfolgen.....

ARBÖ für  (OTS) -  "Eine Mindeststrafe von 70 Euro für Tempoüberschreitungen um 30 km/h schafft endlich eine wichtige Voraussetzung, ausländische Raser bis nach Hause zu verfolgen und eröffnet die Chance, ein echtes Ärgernis für österreichische Autolenker abzuschaffen", unterstreicht der geschäftsführende Vizepräsident des ARBÖ, Dr. Herbert Grundtner. Die geplanten Maßnahmen sind als erster Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Erreichung der Verkehrssicherheitsziele zu sehen, denen im Rahmen des neuen Verkehrssicherheitsprogramms weitere folgen müssen.

Der ARBÖ spricht sich zwar für höhere Strafen für Alkohol-Lenker aus, kritisiert aber, dass das geplante Coaching erst ab 0,8 Promille verhängt wird. "Nach dem Motto, wehret den Anfängen, hätte der ARBÖ dieses Coaching schon ab einem Alkoholisierungsgrad von 0,5 Promille bevorzugt. Im Zuge der Begutachtung wird der ARBÖ auf zusätzliche Maßnahmen zwischen 0,5 und 0,8 Promille bestehen, zumal die Unfallstatistik in diesem Bereich eine starke Steigerung aufweist", fügt Dr. Grundtner hinzu. "Sämtliche Statistiken zeigen: Alkohol hinter dem Steuer ist in Österreich ein gravierendes Problem, das man lösen muss", bekräftigt der ARBÖ Vizepräsident.

   Der ARBÖ ist auch dafür, dass man zur Bekämpfung falscher bzw. mangelnde Kindersicherung nach der zweiten Vormerkung künftig ein spezielles Kindersitz-Seminar vorschreibt. Ein klares Ja kommt vom ARBÖ auch zur geplanten Mopedführerscheinreform. Allerdings besteht der ARBÖ auf seine langjährige Forderung, die Fahrtauglichkeit von Micro-Car-Fahrer schon vor der Ausbildung ärztlich bestätigen zu lassen.

Rückfragehinweis:

   ARBÖ
   Interessensvertretung und Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Lydia Ninz
   Tel.: (++43-1) 89121-280
   Mobil: 0664/60 123 280
   mailto:presse@arboe.at
   http://www.arboe.at

 

 

ÖAMTC: 79 Prozent aller im Jahr 2008 verunglückten Mopedfahrer sind unter 24 Jahren

 

Die meisten an Unfällen beteiligten Mopeds gab es in Oberösterreich vor Niederösterreich und der Steiermark

 

Wien - Mit den ersten warmen Tagen haben die Zweiradfahrer wieder Österreichs Straßen erobert. Besonders für Jugendliche sind Moped und Mofa oft der Einstieg in die motorisierte Mobilität. Die steigende Beliebtheit der 50 ccm3-Bikes schlägt sich einerseits in den seit Jahren steigenden Zulassungszahlen nieder, andererseits aber auch in der aktuellen Unfallstatistik. So verunglückten im Jahr 2008 insgesamt 6.012 Mopedfahrer (Lenker und Mitfahrer) auf Österreichs Straßen, dabei wurden 5.987 Menschen verletzt, 25 verloren ihr Leben. Dramatisch sind die Zahlen in der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen: In dieser Altersgruppe verunglückten 4.725 Mopedfahrer, 4.716 wurden verletzt und neun getötet. Das heißt: 79 Prozent aller verunglückten Mopedfahrer sind unter 24 Jahre alt. "Junge Lenker sind als Zweiradfahrer ganz besonders gefährdet. Ihnen fehlen Erfahrung und Übung, viele können Gefahren im Straßenverkehr nicht richtig einschätzen oder sie wissen nicht, wie man im Notfall reagiert", weiß Georg Scheiblauer, Motorrad-Chefinstruktor beim ÖAMTC.

 

In ganz Österreich waren im vergangenen Jahr insgesamt 5.588 Mopeds, Mofas oder Kleinmotorräder an Unfällen beteiligt, die meisten davon in Oberösterreich (1.490 an Unfällen beteiligte Mopeds, Mofas oder Kleinmotorräder) vor Niederösterreich (941), der Steiermark (932), Tirol (536), Kärnten (485), Salzburg (432), Wien (360) und Vorarlberg (319). Positiv abgeschlagen liegt das Burgenland mit nur 93 an Unfällen beteiligten Fahrzeugen an letzter Stelle. Im Vergleich zum Jahr 2007 ist die Zahl der an Unfällen beteiligten Mopeds, Mofas oder Kleinmotorrädern in ganz Österreich mit minus 0,3 Prozent minimal gesunken.

 

Zwtl.: Richtige Bekleidung und defensives Fahren sind das A&O auf zwei Rädern

 

Mit dem Moped ist man der schwächste motorisierte Verkehrsteilnehmer. Damit der Start in die PS-Zukunft auf zwei Rädern möglichst gefahrlos gelingt, gilt es ein paar Tipps zu beherzigen. "Als Mopedfahrer sollte man einerseits für andere Verkehrsteilnehmer möglichst berechenbar sein, andererseits muss man auch das Verhalten der Autolenker richtig einschätzen. Beides ist für Jugendliche eine Herausforderung", betont der ÖAMTC-Motorradexperte. Außerdem hat man auf dem Zweirad weder Knautschzone noch Airbag. "Ein Mopedfahrer sollte daher im eigenen Interesse nur mit geeigneter Schutzkleidung unterwegs sein, immer defensiv fahren und auch mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen", so Scheiblauer. Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Helm sind auch Handschuhe, stabile Schuhe und Nierenschutz dringend anzuraten, reißfeste Kleidung ist ebenfalls empfehlenswert. "Wichtig ist: Auch Beifahrer sind Zweirad-Fahrer und benötigen daher vernünftige Kleidung", erinnert der Motorrad-Chefinstruktor des ÖAMTC.

 

Prinzipiell sollte man durch vorausschauendes, konzentriertes und kontrolliertes Fahren Risikosituationen vermeiden. "Wie man auf einer nassen Fahrbahn fährt, wie man bei Rollsplitt das Fahrzeug unter Kontrolle hält oder sicher Schienen überquert, das ist aber hauptsächlich Übungssache", sagt der ÖAMTC-Experte und empfiehlt, auf alle Fälle die Geschwindigkeit rechtzeitig zu drosseln.

 

Zwtl.: Übung macht den Meister – mit einem ÖAMTC-Mopedkurs sicher unterwegs

 

Das richtige Verhalten auf zwei Rädern sollte man von Anfang an trainieren. "Dazu gehört zunächst die Bewusstseinsbildung in Sachen Verkehrstauglichkeit, dann die Information über die richtige Bekleidung und nicht zuletzt das Handling des Zweirades", erklärt Scheiblauer. Üben kann man das am besten im sicheren Gelände. Auf der Straße haben Geschicklichkeitsübungen und Mutproben nichts verloren. Bei den praktischen Moped-Trainings in den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren kann jeder herausfinden, was sein Moped alles draufhat. Mit den ÖAMTC-Instruktoren zeigen routinierte Motorradfahrer, wie man optimal mit Gas und Bremse umgeht und wie man auch in Kurven oder in brenzligen Situationen immer alles im Griff hat.

 

"Mit der Reform des Mopedführerscheins wird mehr Praxistraining in der Ausbildung frühestens im Sommer 2009 für alle Anfänger verpflichtend vorgeschrieben. Derzeit müssen nur 15-Jährige einen Mopedkurs machen. Aber auch für 16-Jährige und alle anderen, die gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind, macht das Training Sinn", sagt der Motorrad-Chefinstruktor des ÖAMTC. Bei den praktischen Fahrtechnik-Kursen geht es um die richtige Lenk- und Kurventechnik, um Blick und Fahrlinie, Bremsen und Notbremsen sowie Ausweichen und Handling des Mopeds.

 

Alles, was man über Mopeds wissen muss, findet man unter www.oeamtc.at/moped . Praktische Fahrtipps, Infos und Anmeldung zu den Moped-Trainings in den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren gibt es unter www.oeamtc.at/fahrechnik .

 

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Dagmar Halwachs

Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at