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Jan Mohr: Saisonfinale Hockenheim 2017

Presseservice Jan Mohr - 11.10.2017 Sport, Szene

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Jetzt war es wieder soweit! Das letzte Rennen der Saison 2017 stand bevor. Die Planung und Vorbereitung waren abgeschlossen und einem fantastischen Motorsportevent stand nichts mehr im Weg. Es erwarteten uns viele Gäste und ich war hochmotiviert!

Am Donnerstag trafen wir am Hockenheimring bei traumhaftem Wetter ein. Wir bauten unser Festzelt auf, bezogen die Box und die Rennatmosphäre lag in der Luft. Ich machte noch einen Trackwalk und war bereit für den Angriff.

Am Freitagvormittag ging es in das erste freie Training. Ich wollte gleich richtig anziehen, hatte aber kein gutes Gefühl mit dem Motorrad. Am Ende lag ich auf Platz 8. So änderten wir einiges am Set-Up, um mir dieses Gefühl zu ermöglichen. Im zweiten Training fuhr ich dann hochmotiviert raus, aber es passte immer noch nicht. Ich war am Limit unterwegs. Das Bike rutschte mir in die Ecken rein und auch beim Rausbeschleunigen, aber ich war einfach nicht schnell. Nur Platz 12. Nun fing ich intensiv an zu grübeln, warum ich nicht schnell war. Wir besprachen uns mit dem Team und nahmen nochmal einige Änderungen vor. Am Abend war ich nicht sehr entspannt, denn irgendetwas musste ich noch finden!

Am Sonntagmorgen ging es schon um 9 Uhr los und somit machte ich mich recht früh auf zum Frühsport. Die Motivation war groß und alles war bereit. Dann wurde ich gleich zu Beginn einmal schneller. Aber der große Sprung gelang nach wie vor nicht. Das Bike machte immer noch nicht genau das, was ich wollte. Somit reichte es nur für Platz 9, aber der Abstand nach vorne war nicht allzu groß. Daher suchten wir nochmal nach irgendeiner Möglichkeit das Bike zu verbessern! Jetzt waren allerdings erst einmal einige Gäste eingetroffen. Die ersten waren unsere Partner von der Hypobank, die sich die ganze Geschichte einmal aus der Nähe ansehen wollten. Kurz darauf traf der MSC-Hohenems am Ring ein, sowie einige Leute aus der Familie. Währenddessen wurde nochmal die Übersetzung an meiner R6 geändert. Um 13:40 Uhr stand die letzte Chance auf einen besseren Startplatz an. Und die letzte Änderung am Fahrwerk hat sich gelohnt!

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Zum ersten Mal an diesem Wochenende hatte ich ein richtig gutes Gefühl auf dem Bike und konnte es genau so fahren, wie ich das wollte! Leider hatte ich in den ersten Runden immer Verkehr und konnte meine Zeit nicht unterbieten. Dann fuhr ich in die Box, um kurz durchzuatmen und nochmal einen Versuch zu starten. Nun achtete ich darauf, dass ich genügend Platz auf der Strecke hatte, aber dann bremste mich ein anderes Problem: Aufgrund der hohen Temperaturen ließ der Reifen sehr schnell nach und als ich meinen zweiten Angriff startete, fuhr ich nur noch quer um den Kurs und das ist ja bekanntlich nicht schnell. Es fehlte schlicht und einfach der Grip. Aber dieses Problem war für alle Fahrer gleich und so wurde niemand mehr schneller als ich, wodurch ich für das Rennen auf Startplatz 9 stand. Es war zwar schade, dass ich mich nicht verbesserte, allerdings hatte ich jetzt ein gutes Gefühl und Startplatz 9 ist auch noch keine Katastrophe. Nach der Analyse und der Planung für den morgigen Tag, gingen wir zum gemütlichen Teil des Tages über. Mit all unseren Gästen veranstalteten wir ein Grillfest! Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, aber wir hatten zum Glück ein großes Zelt und die Gute Laune ließ sich nicht aufhalten! Es war ein riesen Spaß und gefiel allen richtig gut!

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Am Sonntagmorgen konnte ich etwas länger schlafen, denn unser Rennen startete erst um 13:30 Uhr. Jetzt wurde es ernst. Ich wusste, dass mein Speed nun besser war als meine Startposition und der Plan war nur ab nach vorne! Meine Begleitung in der Startaufstellung hatte für den Saisonabschluss auch noch ein besonderes Outfit parat ;) Ich hatte einen sehr guten Start und machte gleich ein paar Positionen gut. Doch nach nicht einmal einer Runde wurde das Rennen abgebrochen. Also zurück an die Box und abwarten. Ein paar Minuten später wurde neu gestartet. Erneut von der neunten Position hatte ich einen guten Start, konnte aber in der ersten Runde nicht so durchfahren, wie zuvor. Aber nach 4 Runden wurde erneut abgebrochen.

 

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Zu diesem Zeitpunkt lag ich auf Platz 7. Nun wurde das Rennen aber nicht mehr neu gestartet. Die offizielle Durchsage besagte, dass wir am Ende des Tages fertigfahren werden, wenn noch Zeit ist. Das war nun wirklich eine Frechheit, woraufhin sich fast alle Fahrer bei der Rennleitung beklagten, denn gerade beim Finale wo viele Sponsoren und Gäste anwesend sind, geht so etwas einfach nicht! Offensichtlich half unsere Beschwerde, denn wenig später stand fest, dass wir um 17:30 Uhr starten werden. Jetzt war ich kein bisschen mehr nervös, sondern freute mich einfach darauf, nochmal zu starten! Mein Start war erneut sehr gut, aber leider stand ich nun außen und machte daher nur eine Position gut.

 

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Dann überholte mich Christoph Beinlich, der noch Chancen auf den Titel hatte und so hielt ich nicht mit aller Gewalt dagegen, sondern dachte mir ich fahr mit ihm nach vorne. Eine Runde später ruderte dann allerdings Jan Schmidt an mir vorbei und nun wusste ich, ich musste anziehen! Gemeinsam mit Jan fuhr ich an Dennis Lippert vorbei, da sich diese beiden in der Sachskurve in die Quere kamen. Anschließend konnte ich gegen Jan Kontern und war damit auf Position sechs angelangt. Beinlich und Leatzig hatten sich im Kampf um Platz vier schon etwas von uns abgesetzt. Aber eine Runde vor Schluss hatte ich die Lücke wieder zugefahren. Doch dann verbremste ich mich leicht, und es war wieder eine kleine Lücke entstanden. Nun verteidigte ich mich in den letzten Kurven nur noch gegen Jan hinter mir und fuhr den sechsten Platz ins Ziel. Das war ein versöhnlicher Abschluss für ein hartes Wochenende und überhaupt eine sehr harte Saison. Ich war fast eine Sekunde schneller wie im Quali und konnte wieder vorne mitmischen! Darüber war ich ziemlich froh. Dann gab es natürlich noch die Berühmten Burn-Outs, die in Hockenheim nicht fehlen dürfen! Jetzt waren wir alle erleichtert und konnten den Saisonabschluss gebührend feiern! Die IDM Abschlussparty fiel auch ziemlich heftig aus. ;) Für mich gab es aber lediglich ein postsaisonales „isotonisches Getränk“ denn ich musste am Montag auch top fit sein!

 

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Und zwar durfte ich einen IDM Superbike-Test fahren! Das Wetter war erstaunlich gut und so hatte ich ein paar trockene Turns, um mich etwas an das Bike zu gewöhnen. Und ich kann sagen, ich hatte mächtig Spaß! Die Beschleunigung und der Speed waren überwältigend, aber auch das Fahrverhalten der BMW ist genial! Und damit ging am Montagabend die Saison 2017 zu Ende! Das war ein perfekter Abschluss für ein sehr hartes Jahr! Aber nichtsdestotrotz war es genial! Die Planung für 2018 in voll im Gange und das Ziel ist der Einstieg in die IDM Superbike, die Königsklasse des deutschsprachigen Motorradsports, aber da müssen erst noch viele Dinge abgeklärt werden!

 

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Nun möchte ich mich noch vielmals bei all meinen Partnern für die Unterstützung in der Saison 2017 bedanken! Ihr seid echt klasse!

MSC-Hohenems
Hypobank Hohenems
Tectum Spenglerei und Bauwerksabdichtung
HappyFitness
Masal Lackierungen
Gummi Raab
Bucher Druck&Verlag
Stadt Hohenems
Motorradhaus Gruber
Motorradreporter

Jan #55